Mein persönliches Fazit nach 2 Monaten Fitnessstudio

Nun sind die 2 Monate bereits um und ich habe sehr viel zu erzählen. Vor 2 Monaten hatte ich ja bereits darüber berichtet, dass ich mich zusammen mit Costa in einem Fitnessstudio in Minden angemeldet hatte. Nun sitze ich wieder zu Hause in meiner Wohnung in Kassel und schreibe über meine Erfahrungen und Ergebnisse.

Hier in Kassel wollte sich vor 2 Monaten niemand von meinen Freunden zusammen mit mir im Fitnessstudio anmelden, weil alle irgendwie etwas anderes zu tun hatten. Also entschied ich mich dazu für 2 Monate zu meinen Eltern nach Porta Westfalica zu ziehen und dort zusammen mit Costa in sein Fitnessstudio zu gehen.

Meine Erwartungen vor 2 Monaten

Eigentlich wollte ich in erster Linie ins Fitnessstudio, um weiter abzunehmen. Ich hatte bereits im Laufe eines Jahres ca. 13 – 15 kg durch meine Diät abgenommen und wollte nun die restlichen Pfunde loswerden, um auch endlich meinen Sixpack freizulegen. Bisher war ich hier in Kassel mit einem Laufpartner regelmäßig Joggen. Die letzten Male war ich aber nur noch alleine Joggen und das war wohl der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Bisher dachte ich ehrlich gesagt auch, dass man schon mindestens ein halbes oder ein ganzes Jahr richtig trainieren muss, um gute Ergebnisse beim Muskelaufbau zu sehen. Von daher hatte ich auch nicht sehr viel erwartet.

Unser Trainingsprogramm

Da wir in erster Linie abnehmen wollten, haben wir versucht möglichst 5 Tage die Woche ins Fitnessstudio zu gehen. An 3 Tagen davon haben wir auch intensives Muskeltraining an den freien Gewichten und an den Geräten praktiziert. An den Tagen dazwischen haben wir fast nur Cardio gemacht. Das Training dauerte täglich ca. 1 Stunde.

Hier eine Beispielwoche:

  • Montag: 10 Min. Crosstrainer – 40 Min. Muskeltraining – 10 Min. Crosstrainer
  • Dienstag: 1 Std. Crosstrainer oder draußen Joggen
  • Mittwoch: 10 Min. Crosstrainer – 40 Min. Muskeltraining – 10 Min. Crosstrainer
  • Donnerstag: 1 Std. Crosstrainer oder draußen Joggen
  • Freitag: 10 Min. Crosstrainer – 40 Min. Muskeltraining – 10 Min. Crosstrainer
  • Samstag: + Sonntag: Pause

Natürlich verlief nicht jede Woche nach Plan und manchmal hatten wir zum Beispiel am Mittwoch immer noch das Gefühl, dass unsere Muskeln nicht zu 100% regeneriert sind, um wieder zu trainieren. Dann haben wir das ganze Programm halt um einen Tag verschoben und später weiter gemacht.

Positive Ergebnisse in der Übersicht

Kommen wir nun zu den Ergebnissen, von denen ich in letzter Zeit nur noch schwärme. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass man zur Bewertung meines Trainings nun einfach mein Gewicht (Muskelanteil/Fettanteil) als Messlatte nehmen könnte und 100% der Ergebnisse sehen würde. Ich habe aber in diesen 2 Monaten so viele positive Nebeneffekte gesehen und entdeckt, dass ich hier nun eine ganze Liste der Ergebnisse vorstellen werde:

1. Meine Ausdauer hat sich dank dem Crosstrainer stark verbessert

Anfangs war ich skeptisch gegenüber den Cardio-Geräten im Fitnessstudio eingestellt, weil ich Joggen im Park als sinnvoller betrachtet hatte als es in einem geschlossenen Raum auf einem Laufband zu tun. Wenn man aber soweit unsportlich ist (wie ich zum Anfangszeitpunkt), dass man maximal nur 30 Minuten und im ganz langsamen Tempo joggen kann, dann kann so ein Crosstrainer auf jeden Fall als Übergang stark helfen. Ich finde es zum Beispiel sehr schwer beim Joggen das Tempo beizubehalten und so kommt es oft dazu, dass ich zum Beispiel 200 Meter lang ( meistens wenn hübsche Mädels vorbeigehen 😀 :D) viel zu schnell laufe und danach kaum noch Luft kriege auch wenn ich langsam weiterlaufe. Auf dem Crosstrainer kann man das Tempo viel besser kontrollieren und man schont dabei auch die Gelenke.

Im Laufe der 2 Monate bin ich dennoch jede Woche mindestens 1 mal Joggen gewesen, um einfach meine Ausdauer zu vergleichen. Hier unten habe ich auch 4 Beispiel-Screenshots der Runtastic App von mir. Ich habe das Datum auch rot unterstrichen. Von links nach rechts kann man auf jeden Fall sehr gut sehen, wie ich mich verbessert hab.

Meine Laufstatistik

2. Man lernt viele neue Leute kennen und trifft alte Freunde wieder

Ich weiß noch, dass ich früher immer keine Lust aufs Fitnessstudio hatte, weil da viele andere Leute trainieren und ich keinen davon kennen würde. Jetzt hab ich festgestellt, dass man dort

  1. sehr schnell neue Leute kennen lernen kann und dass man da
  2. auch ab und zu Leute sieht, die man bereits kennt.

Ich habe in meinem Fitnessstudio zum Beispiel 2 meiner alten Schulfreunde zufällig getroffen. Außerdem habe ich einen alten Trainingspartner aus einem Leichtathletik-Verein(in dem ich früher war) getroffen.

Noch eine lustige Story:  Costa und ich gehen an einem Donnerstag Abend zusammen ein Paar Cocktails in Minden trinken. Costa muss am nächsten Tag arbeiten und will deswegen auch gar nicht so viel trinken.

Nachdem wir die ersten 2 Long Island Ice-Tea bereits getrunken haben kommt auf einmal der Barkeeper auf uns zu und es stellt sich heraus, dass er uns aus dem Fitnessstudio kennt. Seine ersten Worte: „Hey Jungs – alles cool? Ich hab euch eine extra harte Mischung gemacht! – Wie läuft das Training? :D“

Wegen dieser „harten Mischung“ sind wir dann noch in der Disco gelandet und Costa hat glaube ich nur 3 Stunden geschlafen, bevor er zur Arbeit fahren durfte 😀 – wie gesagt man lernt sehr schnell Leute kennen aber es ist vielleicht nicht immer nur etwas positives 😀

3. Meine Muskelmasse hat deutlich sichtbar zugenommen

Ich selbst kenne meinen Körper natürlich ganz genau und ich war schon nach ca. 1 Monat der Meinung, dass meine Arme stark gewachsen sind. Ich konnte auch viel höhere Gewichte bewegen und war nun stolz auf meinen Bizeps und Trizeps. Was ich aber immer wieder feststellte war folgendes:

Ich sehe Leute in Kassel oder in Minden, die mich lange nicht mehr gesehen habe und alles sagen mir direkt: „Wow Toli trainierst du?“ — ich daraufhin: Ja klar – hier beim Bizeps schau mal und hier der Trizeps (und spanne dabei beides nacheinander an)

Die Antwort JEDES MAL: „Nein ich meine deine Schultern!! – wow“ -_-

Wie ich schon im vorangegangenen Artikel gesagt habe, werde ich noch Bilder von mir hier im Blog posten, wenn ich „fertig“ bin.

Auf jeden Fall habe ich etwas Gewicht zugenommen, ohne sichtlich fetter geworden zu sein.

4. Ich schwitze viel weniger als vorher

Hier im Blog habe ich bereits einmal darüber geschrieben, dass ich eher der Typ bin, der bei etwas höheren Temperaturen immer als erster schwitzt. Natürlich hat das viele verschiedene Gründe und ich bin auch eher der Typ, der mehr die Kälte als die Hitze bevorzugt. Dennoch habe ich jetzt nach den 2 Monaten Sport festgestellt, dass ich deutlich weniger schwitze als zuvor.

Früher habe ich vor wichtigen Terminen wie zum Beispiel Hochzeiten unter anderem Anti-Perspiranten benutzt, um ohne schwitzen durchzukommen. Es hat auch geholfen und ich bin dankbar, dass es sowas gibt. Ich finde es jetzt aber auch super, dass ich deutlich weniger schwitze. Man fühlt sich im Alltag dadurch auch viel freier, weil man auch mal einen Spaziergang im Park einlegen kann, ohne dass man dabei wie nach einer Dusche aussieht 😀

5. Ich fühle mich energiegeladener und unternehme viel mehr

Ich weiß nicht genau ob es daran liegt, dass Costa auch ständig was unternehmen wollte oder daran, dass ich einfach fitter durch den Sport war aber ich habe so gut wie jeden Tag etwas unternommen. Es ist einfach langweilig zu Hause zu sitzen also haben wir zusammen einfach im Cafe gechillt oder waren auch mal statt zu joggen im Schwimmbad oder in der Sauna.

Selbst in der kleinsten Stadt gibt es zig Möglichkeiten etwas zu unternehmen – man muss es nur wollen.

6. Das Selbstbewusstsein

Ich bin auch sonst nicht jemand, der am mangelnden Selbstbewusstsein leidet. In meinem Abi-Bericht haben mich meine Freunde an erster Stelle mit dem Wort „arrogant“ assoziiert :D. Dennoch gibt einem das Fitnessstudio NOCH MEHR Selbstbewusstsein, selbst wenn man schon selbstsicher ist. Wenn man zusätzlich noch weiß, dass man noch besser aussieht als früher, dann hat das auf jeden Fall einen Effekt.

Der Autor dieses Blogs ist: Anatoli Bauer

One Response to Mein persönliches Fazit nach 2 Monaten Fitnessstudio

  1. Marcel says:

    Respekt für das regelmäßige Training. Ich finde diese Geräte in den Studios sehr langweilig. Deswegen gehe ich meist mit Freunden im Wals laufen und mache dort ein paar Übungen. Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit bei Spielplatz Klimmzüge zu machen etc…

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